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Englandreise 2012 (mit Andy Herzog)

29. Juni 2012 - 14. Juli 2012 Basel - Calais - Dover - Royston - Duxford - Heathrow - Lechlade/Kelmscott - Fairford - Farnborough - Basingstoke - London - Dover - Calais - Brüssel - Basel .
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Nach Calais .

Ich war schon wach als sich der Wecker bemerkbar machte. Es war halb zwei am Morgen - nein in der Nacht, draußen war es noch dunkle Nacht, doch Andy wollte früh los damit wir die Fähre nach Dover auch erwischen würden. Mein Zeitplan hatte eine Reserve, doch würde es reichen schnell um Brüssel herum zu kommen?.
Andy war noch nicht bereit als ich bei Ihm eintraf - dies wunderte mich aber auch nicht. So gegen zwei Uhr waren wir auf dem Weg nach Calais. Mein alter Chrysler Neon schnurrte ruhig vor sich her als wir über die Autobahn Richtung Strassburg unterwegs waren. Die Strassen waren leer und einzig die Gewitter über dem Schwarzwald sorgten für etwas Abwechslung. Wir hatten Glück und fuhren daran vorbei. Nach einigen Stunden erreichten wir Belgien. Die  Raststätte
die wir anfuhren war nicht die erste auf unserer Reise, doch die erste in Belgien. Nicht gerade sauber war sie, doch für einen Kaffee rechte sie, denn ohne Kaffee funktioniert Andy nicht. 

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Trotz Navigationsgerät verfuhren wir uns bei Brüssel. Andy nahm einen falschen Autobahn-Abzweiger  und unsere Reise war um ein Ziel reicher - Lille. Der Umweg ärgerte mich nicht da wir sehr gut im Zeitplan lagen - wir hätten Heute früh sogar gut und gerne zwei Stunden langer schlafen können.
Es war noch nicht 11.00 Uhr als wir in Calais ankamen. So konnten wir umbuchen und eine frühere Fähre nehmen.

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Dover .
Ich war beeindruckt von der perfekten Organisation des Verladens. Unser Schiff die "Pride of Canterbury" legte pünktlich ab und die Möwen übten sich im Sturzflug um einige Fische aus dem aufgewühlten Wasser zu bekommen.
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ie Überfahrt bei blendendem Wetter erweckte in mir die Vorfreude auf England. War das Wetter bei der Fahrt bis anhin schlecht gewesen so waren die Aussichten nun gut.
Die Ausschiffung in Dover ging so problemlos über die Bühne wie der Verlad. Danach wieder auf die Autobahn und in Richtung London. Augenfällig waren die vielen Unfälle und Pannenfahrzeuge die wir sahen. Noch nie hatte ich in so kurzer Zeit so viele gesehen - was machen die Engländer bloß auf den Strassen. Sehr schnell fahren - Dies war die Erkenntnis der ersten 50 Meilen in UK.  
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Vor London auf der M25 bekamen wir dann etwas mit vom Londoner Verkehr. Rund eine Stunde Standen wir vor dem Dartford-Tunnel im Stau. Kurz danach bei der Servicestation kam der nächste Schock. Die Benzinpreise waren mit 1.45£ pro Liter exorbitant hoch. So würde es eine teure Reise werden.
Wir setzten unseren Weg nach Roysten fort und ließen uns auch nicht durch Metallkörbe auf der Autobahn daran hindern. Diese Ding lag einfach auf der Autobahn, Andy warnte mich noch Sekunden davor, doch ich hatte keine Gelegenheit auszuweichen. An der Vorderradaufhängung blieb der Einkaufskorb hängen, doch zum Glück gab es keinen Schaden am Neon.
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Royston .
Die Meilen in England kamen mir wie eine Ewigkeit vor - doch gegen Abend erreichten wir unser Ziel Royston in Hertfordshire gelegen. Unser Bed&Breakfast fanden wir mit der Hilfe der Gastgeberin die uns den Weg zum Haus telefonisch erklärte. Das Haus in einem typischen Wohnviertel gelegen war recht groß und unser Zimmer ebenfalls.
June erklärte uns die Hausregeln, die ich nicht ganz mitbekam, da mir der Dialekt den Sie sprach doch etwas fremd war. Ich musste mich wieder an die Dialekte in England gewöhnen.  
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Unser erstes Pinte Ale nahmen wir im "The old Crown" ein. Green King IPA wurde mir von einem Gast empfohlen. Das Ale schmeckte köstlich - was man vom Essen nicht sagen konnte. Der Koch bestätigte alle Vorurteile und Andy ließ seinem Unmut freien lauf. Auch unsere Zimmernachbarn aus Holland waren nicht begeistert von dem was Ihnen da vorgesetzt wurde. Unseren Frust konnten wir auf jeden Fall im Green King IPA ersäufen. .
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Duxford .
Der Tag graute als wir aufstanden - Wolken über Wolken am Himmel. Die Fahrt nach Duxford war ein klacks und vor sieben standen wir auf dem Flugplatz. Hier stieß Urs Schnyder zu uns, er war schon eine Woche in England und hatte die Air Show in Yeovilton besucht. Obwohl wir einen Pressezugang hatte verwendeten wir die spezielle Enclosure nicht, denn Urs, der schon öfters in Duxford war, kannte einen bessren Standort. Am östlichen Ende beim Taxiway war unser Standort. Die Airshow war eine der feinsten die ich je gesehen habe, mit vielen Warbirds. Ich möchte hier nicht weiter auf die Airschow eingehen sondern auf den Bericht auf WINGS-AVIATION verweisen.   .
Abends ging es wieder ins Pub - doch diesmal in "The Boars Head". Das Pub, das wir auf Empfehlung von June aufsuchten - Kann man von Empfehlung sprechen wenn uns abgeraten wurde? Das Pub sei "rough" aber das Essen dort gut. Naja - Rough was es nicht und da Essen war gut obwohl ich mich nicht mehr erinnern kann was ich gegessen habe. .
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Duxford .
Air Show zum zweiten - eigentlich alles wie gehabt, nur habe ich mich in der Kleiderwahl komplett vergriffen. Der Blick m Morgen aus dem Fenster verhieß einen wunderschönen Tag. Sonnenschein und keine Wolke am Himmel - Ok es war noch recht kühl. Shorts und ein Kurzarmiges Hemd waren die Wahl des Tages.
Auf dem Flugplatz angekommen zeigten sich einige kleine Wolken. Da ich keine Jacke dabei hatte nahm ich meinen Regenschutzanzug mit. Den konnte ich nach einer Stunde auch gut gebrauchen, pfiff doch der Wind unerbittlich über den Flugplatz und die Wolken türmten sich auf um ihr Nass über mich und die anderen Besucher zu ergießen. 
Ich freute mich auf das abendliche Pint und das Essen, das wir im "Old Bull" zu uns nahmen.
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Hendon .
Der vierte Tag begann wie alle anderen in England. In der kleinen Küche unseres B&B machte ich mir mein Frühstück mit Tee, Toast und Marmelade - Andy begnügte sich mit einem Kaffee und einer Zigarette.
Heute verließen wir June und Ihre Herberge um via Hendon nach London zu ziehen. Hendon genauer gesagt das RAF Museum war unser Ziel. Wie verbrachten viel mehr Zeit im Museum als geplant - zeigt doch dieser Umstand wie interessant und kurzweilig das Museum ist. Der Bericht auch hier auf WINGS-AVIATION.
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Hayes .
Das Navigtionsgerät führte uns in die Umgebung von Heathrow - Hayes (London Borough of Hillingdon) war das Ziel das Andy ausgewählt hatte. In Hayes führte uns der Weg zum "Premier Inn" das aber ausgebucht war. Die nächste Möglichkeit einer Unterkunft war das "Heathrow Inn". Schon der Name sagte mir, dass es teuer werden würde. Andy war begeistert eine günstige Unterkunft zu bekommen! Hier mussten wir nicht nur die Dusche teilen - nein auch das Bett von dem es nur eines in unserem kompakten Zimmer gab, das eher einen Kammer glich.
Der Preis war recht günstig - denn der Name hielt nicht was er versprach. Eine eher günstige Unterkunft bei der ich es tunlicht vermied ein Essen mehr als das Frühstück einzunehmen.
Die Servicekraft war auch ein komischer Vogel - lief er doch die ganze Zeit mit Anorak und Mütze herum die eher einem Randständigen standen. Es war ja nur für zwei Tage!!
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London .
Von Hayes aus machten wir uns auf den Weg nach London. Zwei Ziele waren für mich wichtig - Natürlich zwei Buchläden.
Den Weg nach London machten wir mit der Bahn, wie Pendler standen wir am Bahnhof und warteten auf den Zug. Als Andy diesen sah wurde im ganz anders, wollte er doch mit der englischen Bevölkerung - die größtenteils aus dem Commonwealth stammte - nicht so eng auf Tuchfühlung gehen wie es in der U-Bahn von Tokio üblich ist. Wir nahmen daher dann nächsten Zug der nicht so überfüllt war. Mit der Tube ging es dann nach London rein und ab Marble Arch die Oxford-Street hinauf.
Foyles - der erste Buchladen - war schnell gefunden. Ich kaufte nur zwei Bücher, da die Preise doch recht anständig hoch waren. Danach musste ich Andy suchen der es sich in einem Café gemütlich gemacht hatte.
Der zweite Buchladen war Motor Books, die Enttäuschung über das magere Angebot hielt sich in grenzen, denn Urs hatte mich vorgewarnt. Die Warnung war berechtigt denn vor 15 Jahren war das Angebot zum einiges besser.
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Westfield
Andy hatte sich irgendwie fatalistisch in sein Schicksal ergeben und trotte mit mir mit als wir das Shopping Center Westfield im Westen Londons anschauten. Ihn interessiert es gar nicht - mich umso mehr, rein beruflich.
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Heathrow .
Was macht man mit so einem angebrochenen Tag - Ja man geht nach Heathrow an den Anflug. Wir schauten und den Flugplatz an und probierten viele Strassen aus bis wir einen guten Platz hatten. Der Regen nieselte und wir standen da und warteten auf die Flieger - nein - Warten war nicht angesagt denn die kamen im Minutentakt. Wir hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag und zogen uns in unser kompaktes Hotelzimmer im "Heathrow Inn" zurück. Hier erlebten wir eine Überraschung - Mütze - die Servicekraft konnte seinen Anorak auch ausziehen - wenn auch nicht für lange Zeit. .
Ein neuer Tag und neues Glück - Na ja der Regen war noch immer da. Doch fanden wir zwei gute Positionen bei Heathrow. Die Flieger kamen wieder im Minutentakt und für mich sahen viele einfach gleich aus. Andy war aus dem Häuschen denn er bekam eine A380 vom Malysian vor die Linse und noch eine A380 von Emirates sowie eine von Singapur. Die von Quantas- deren zwei - standen nur auf dem Vorfeld rum. Ich saß in meinen Campingstuhl und fotografierte was sich da so am Himmel zeigte. Dass ich nicht mehr Aufstand irritierte Andy etwas. Doch für mich war das eine kleine Übung.
Gegen Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Kelmscott bei Lechlade.
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Lechlade .
Die Fahrt verlief reibungslos und wir kamen am Ziel Lechlade an. Dies war nicht das eigentliche Zeil - aber dies welches ich im Navi programmieren konnte. Unsere Unterkunft war in - nein bei Kelmscott ein kleiner Manor.
Emma Horner war eine nette Gastgeberin. Das Zimmer war gross, sauber und absolut perfekt. Wir konnten den Salon und das Esszimmer noch nutzen. Besser konnten wir es nicht treffen, denn das Pub war nur um die Ecke.
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Das Wetter war noch immer scheußlich regnerisch. Als wir ins Pup wollten goss es wie aus Kübeln. Wir rannten zum Auto um die Schirmen zu holen - ich flink vorneweg. Kurz vor der Gartentüre rutschte ich etwas und warnte Andy noch. Ein wildes Gefluche hinter mir zeigte mir, dass meine Warnung zu spät gekommen war.
Nachdem Andy die Kleider gewechselt hatte ging es dann ins Pub - wie zum Hohn zeigte sich nun sogar die Sonne etwas.
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Unser Pub war The Ploug Inn und man konnte hier sogar gut essen. Ein kleines Dorf Pub mit einigen komischen Vögeln. Da war ein etwas in die Jahre gekommenes Mädchen mit Hund. Sie sah aus, als wäre sie früher ein Drogen-Junkie gewesen der nun trocken ist oder seine Sucht mit Bier kompensiert. Jimmy war einer aus der Umgebung der schon am Nachmittag total betrunken war. Die Versuche mit Ihm etwas Konversation zu treiben waren lustig, hat er doch nicht alles mitbekommen. .
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RAF Fairford .

Der erste Tag auf RAF Fairford fing damit an, dass ich das falsche Gate erwischte. Nach der Sicherheitskontrolle geleitete uns eine Motorrad Eskorte zu richtigen Eingang. Hier wartete der FRIAT Bus und wir wurden zu unserer Tribüne geführt. Ein leicht übermotivierter Betreuer von FRIAT sorgte für Stimmung auf der Tribüne und im Enlosure. Je mehr Sprüche er machte desto schlechter wurde die Laune von Andy. Er vertrug den Spaßvogel einfach nicht.
Andy musste sich auch an die Sitte gewöhnen sitzend zu fotografieren. Anfänglich fand er es sollten alle stehen, dies würde besser gehen. Doch nachdem der Erste der es gewagt hatte zu stehen von der Meute niedergeschrien wurde - besann er sich. Ja er freundete sich sogar mit dieser Position an. Ich hatte es ja schon in Heathrow geübt.

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Amerikanischer B-2 Stealth Bomber

Die Olympische Fackel auf einer C-130 Hercules

Mig-29 der Polnischen Luft-waffe.

Das Kunstflugteam Al Fussan aus Dubai

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The swedish are in !
"The sewdish are in" so wurden wir am nächsten Tag im "The Plough Inn" begrüßt. Es schien, dass Jimmy durch den Alkoholnebel nicht mitbekommen hatte, dass wir Schweizer waren. Andy startete einen erfolglosen Versuch einem schwankenden Briten den Unterschied zu erklären. Gab aber nach einer gewissen Zeit auf, da sich die Aufnahmefähigkeit seines Gegenübers nur auf Ale beschränkte.

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RAF Fairford .

Nach dem ersten Tag auf das Basis wussten wir wie der Hase läuft. am Freitag war es etwas regnerischer und der gestrige Donnerstag wurde als "The day of the days" bezeichnet. Für das RIAT neu war der Walkdown gewesen. Wir hatten in einer geführten Gruppe die Möglichkeit für zwei Stunden die Maschinen zu fotografieren. Wenig bis gar keine Absperrungen und eben noch etwas sonne auf den Fliegern.
Der Donnerstag war nicht so spannend, denn es wurde wenig geflogen. Das Wetter sollte unser größtes Problem werden. Unser Leben pendelte sich nun zwischen RAF Fairford und "The Plough Inn" ein. Auf der Tribüne waren immer die gleichen Gesichter zu sehen und auch im Pub waren immer die gleichen Gestalten.
Unsere Einkäufe erledigten wir im "Londis" und Andy wurde schlagartig bewusst, dass er den falschen Beruf ergriffen hatte. Bankangestellter in der Provinz - hier haben die Banken von 10.00 bis 14.00 Uhr offen. Den Rest des Tagen verbringen die Banker wohl im Pub.
Übrigens - kommt nie auf die Idee bei einer Poststelle Geldwechseln zu wollen. Hier sitzen die richtigen Raubritter des 21ten Jahrhunderts.

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Middle Wallop .

Die Show am Samstag war gut - viele Flugzeuge aus vielen Ländern. Wie eine japanische Boeing 757 und Kunstflugteams aus Korea und Dubai. Unsere Enklosure litt unter dem Wetter - verwandelte sich doch der Rasen vor dem Burger-Stand in Matsch. Andy litt unter unserem Spassvogel - der Ihm nur noch auf die Nerven ging. Die Hasen litten unter der Show - wurden diese durch den Lärm aus ihren Bauten gejagt und jagten nun über den deckungslosen Flugplatz.
Den grössten Fehlentscheid machten wir am Sonntag. Wir kannten die Show - wir kannten das schlechte Wetter - also beschlossen wir ins Museum of Army Flight nach Middle Wallop zu fahren. Die Fahrt ging etwas über eine Stunde und für das Museum brauchten wir auch nicht viel länger. Den viel zu sehen gab es hier auch nicht. Nur ca. 20 Maschinen die recht eng zusammengestellt waren. Das Wetter zeigte sich immer besser - wären wir doch in RAF Fairford geblieben.
Ich fuhr Andy zurück nach Kelmscott Manor und machte mich alleine auf den Weg. Um 13.00 Uhr war ich auf der Tribüne und konnte die restliche Show noch geniessen. Ich nutzte die Gelegenheit am Abend um die Statische Ausstellung noch intensiver zu begutachten.

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RAF Fairford .

Montag der letzte Tag - wie üblich hatte uns Emma ein Lunchpaket gemacht (Sandwich, Apfel, Kraftriegel und Wasser). Wie üblich ging es zu RAF Fairford - die Show war vorbei, doch gab es heute das Fly-out. Alle Flieger verließen den Platz und legten schöne Starts vor unserer Tribüne hin. Sicherlich einer der Besten Tage in Fairford. Am Abend sagten wir auch unserem Pub goodby - ein letztes mal ein Pint Ale und ein gutes Essen.
Der nächste Morgen brachte uns auch das letzte Frühstück bei Emma. Wir fuhren weiter nach Farnborough zur Luftfahrt Show dort.

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Fleet
Unser Navi führte uns wie üblich ans Ziel - es war das erste Mal dass ich mich voll auf ein solches Gerät verließ und keinerlei Kartenmaterial von England dabei hatte. Kurz vor Farnborough machten wir im Ort Fleet station - wir mussten nun endlich Geld wechseln nachdem wir es bei den Raubrittern der Post in Lechlade nicht getan hatten. Andy entdeckte dabei einen Buchladen - ich dachte nicht im Traum daran, dass er einen Volltreffer gelandet hatte. Der kleine Buchladen hatte jedoch Fliegerbücher zu Hauff und zu unschlagbaren Preisen. Und mein Kofferraum hatte auch noch Platz, so kaufte ich einige Bücher.
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Farnborough .
Wir fuhren von Fleet nach Farnborough - eine recht kurze Strecke - und meldeten uns dann bei der Airshow an. Die Organisation war perfekt und es macht richtig Spass die Verkaufsstände zu begutachten - wenn da nicht das schlechte Wetter war. Es regnete nun richtig und war auch unerfreulich kalt. Wir verzogen uns oft in die Chalets von Airbus, Boeing oder einem anderen Hersteller. Hier ließ es sich aushalten bei freien Getränken und Häppchen. Am Abend machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft in Basingstoke - einige Kilometer westlich von Farnborough. .
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Basingstoke .
Basingstoke war ein nettes kleines Städtchen und wir fanden dank Navi die Unterkunft sofort. Wir wollten die Reise nun einkürzen, da wir schon einen vollen Tag in Farnborough hinter uns hatten, doch wir hatten die Rechnung ohne die Wirtin gemacht. Sie war der Ansicht, dass ich für eine Woche gebucht hätte und nicht nur drei Nächte, die wir nun auf zwei einkürzen wollten. Es blieb daher bei den drei Nächten - ein Ersatzprogramm für den letzten Tag konnten wir sicher finden.
Die Pubs in Basingstoke waren nicht so heimelig wie in Kelmscott, wir fanden daher kein neues Stammlokal. Das King of Wessex war eine eher einfaches Pub mit einem französischen Barkeeper und das King of Wessex hatte auch einen gewöhnungsbedürftigen Charme. Essen konnten wir in diesen Pubs nicht - vielleicht war dies auch unser Glück.
Einmal aßen wir unsere Vorräte aus dem Supermarkt und das zweite Mal in einem italienischen Restaurant in der verwaisten Innenstadt von Basingstoke.
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London .
Den zweiten Tag hatten wir in Farnborough verbracht und am dritten stand unser Ersatzprogramm an. Ich wollte etwas Sightseeing machen und Andy nach Heathrow. Wir fuhren also nach Heathrow wo Andy das Auto übernahm und ich mit der Tube nach London fuhr.
Einen kurzen Tag London! Mit der guten alten Tube fuhr ist zum Picadilly Circus. Der Platz hatte sich kaum verändert. Etwas andere Werbung aber sonst noch genau wie vor 24 Jahren .(Ich war 1989 das letzte Mal in London). Über einige Nebenstrasse erkundete ich das umliegende Gebiet und fand dann den Weg zu Trafalgar-Square. Auch Lord Nelson war noch auf seinem Platz. Zeit für die National Gallery hatte ich leider keine und do machte ich mich auf den Weg zu Horse Guards. Der Menschenauflauf war hier gewaltig, Touristen über Touristen.
Whitehall - besser gesagt die Downing Strasse ist seit langem aus Sicherheitsgründen gesperrt. Gesperrt waren aber auch weitere Teil der Stadt. Die Olympiade 2012 warf ihre Schatten voraus. So war der James Park und Horse Guard Parade und weitere Teile nicht zugänglich.
Ich stattete daher Big Ben einen Besuch ab. Wie in Stockholm kam mir plötzlich die berittene Garde entgegen. Wieder ein guten Fotomotiv.
London-Eye kannte ich noch nicht, denn bei meinem letzten Besuch gab es dies noch gar nicht. Der Fußmarsch über die Themse tat mir gut, nicht gut waren die Eintrittspreise in London unter £ 18.50 war hier nichts zu bekommen. Daher verzichtete ich auf eine Fahrt im London-Eye - auch weil man über eine Stunde anstehen musste.
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Vom Parliament zog es mich zu Westminster Abby - doch auch hier wollte meinen einen unüblich hohen Eintritt haben. Ohne Besichtigung ging's zum Buckingham Palace. Dass ich hier keine Besichtigung machen konnte lag daran, dass es hier keine Toren gab.
Über Umwege erreichte ich wieder den Picadilly Circus und dann von dort aus die Oxford Street. Einige Sachen musste ich noch kaufen - wie ein IPhone-Hülle für Jasmin und einige CD's für mich. In der Nähe der Oxford Street war auch de berühmte Canaby Road. Dort musste ich unbedingt "Irregular Chose" besuchen - einen Brand den wir auch neu in Basel in der Markthalle haben. Ein echt flippiger Laden mit lustigen Schuhen und Kleidern.

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Andy traf ich in Heathrow wieder wo er auf mich wartet, gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Basingstoke. Andy hatte bei wunderschönem Wetter gute Fiegeraufnahmen in Heathrow gemacht und war mit dem Tag auch zu frieden. .
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Basingstoke .
In Basingstoke wollten wir für unsere Heimreise einige Lebensmittel einkaufen. In einem Shoppingcenter suchten wir nach einem Lebensmittelladen. Ich machte einige Aufnahmen des Centers - bevor ich von der Security gestoppt wurde. Die beiden Sicherheitsleute hatten etwas dagegen, dass ich Aufnahmen des Centers machte. Sie dachten wohl ich sein ein Terrorrist. Gut eine Viertelstunde musste ich mich rechtfertigen und auch das ominöse Bild löschen, denn die beiden wussten nur von einem Bild das ich gemacht hatte.
Als die Sache erledigt war, kamen die beiden mit der Polizei im Schlepptau an. Doch der Polizist erkannte in mir keinen Türkischen Terrorist sondern einen Schweizer Tourist. Er begriff die Situation sofort und war daher sehr nett. Dass das ominöse Bild nie gelöscht wurde - ist eine andere Geschichte.
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Dover / Calais .
Unser Navi führte uns nach Dover - doch den Weg fand ich eigentlich auch so, war er doch gut beschildert. Die Einschiffung war wiederum problemlos und unser Schiff die "Pride of Kent" war ein gleicher "Kasten" wie die "Pride of Canterbury" auf der Hinfahrt. Einzige Abwechslung war die Sichtung eines Kriegsschiffes der Royal Navy, das sich als HMS Ocean identifizieren liess. .
Die Fahrt nach Brüssel war eigentlich recht eintönig bis unser Navi zu Hochform auflief. Irgendwann so um Gent ,leite es und von der Autobahn. Ich dachte wir seien schon kurz vor Brüssel. Doch unser Navi hatte einen kapitalen Stau entdeckt und eine Alternativroute gefunden. Über Landstrassen ging es im Zick Zack nach Brüssel - ob wir dadurch schneller waren möchte ich gar bezweifeln. .
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Brüssel .
Ohne Ziel - wir hatten ja kein Hotel in Brüssel gebucht - fuhren wir recht planlos durch die Stadt. Hübsch ist ja Brüssel nicht gerade, dennoch fanden wir nach einigem Suchen eine billige Herberge. Andy fand das Zimmer recht gut, dass es kein Fenster hatte, merkten wir viel erst später.
Unsere Suche war noch nicht beendet, denn wir mussten noch Geld wechseln und ein Restaurant für den Abend finden. Den Geldwechsel konnten wir am
Hauptbahnhof machen, den wir auf unserer Suche durch die Stadt fanden. Auffallend war wie hässlich und schmutzig Brüssel ist.
Danach mussten wir noch ein Restaurant finden - denn Andy passten die Bistros um den Bahnhof nicht, da es hier so aussah wie in Afrika. Der Anteil der schwarzen Bevölkerung in Brüssel war erschreckend hoch, dennoch fanden wir ein recht passables Bistro in einem Aussenquartier der Stadt.
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Der Kaffee
Unser kleines Hotel bot kein Frühstück an, dass dies noch ein Problem sein würde wusste ich noch nicht als ich aufstand.
Backwaren konnten wir in einer Bäckerei gegenüber dem Hotel kaufen. Nun mussten wir nur noch eine Kaffee haben. Wir fuhren also durch die Strassen in Richtung des Museums. Irgendwo würde ja ein Bistros sein. Es hatte auch einige Bistros - doch waren diese nicht einladend oder oftmals geschlossen. Am Samstag um 9.00 Uhr schläft Brüssel noch.
Andy war dagegen hell wach und drehte im roten Bereich - er musste Koffein haben - und das recht schnell, denn sonst .......
Endlich fanden wir in einer kleinen Nebenstrasse ein kleines Kaffee das auch Kaffee hatte. Andy beruhigte sich auch wenn der Kaffee nicht seinem Gusto entsprach.
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Das Museum .
Das Museum der Belgischen Streitkräfte war eigentlich unser Ziel hier in Brüssel. Um es vorneweg zu nehmen - es ist eigentlich ein recht interessantes Museum. Doch wie immer hat es einen Haken. Leider sind die Exponate nicht gerade gepflegt und stehen sogar etwas lieblos herum. Die Empore war gar geschlossen und daher viele Flieger gar nicht zu Besichtigen. Wie üblich möchte ich hier nicht im Detail darauf eingehen. .
Nach dem Museum war eine längere Autofahrt angesagt, zurück nach Basel. Die Autobahn aus Belgien heraus zog sich hin und unser treues Navi schaffte es uns in Luxemburg bei Weyler auf eine Landstrasse (N81) zu leiten. Doch irgendwie war die Autobahn hier zu Ende?
Die Landstrasse mit einigen Roundabouts wurde dann wieder zur habl Autobahn (A28) und dann wieder zur Autobahn (N52) . Ab Strassburg blieben wir dann auf der Autobahn und hielten uns an die Verkehrschilder.
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Gegen Abend kamen wir müde in Basel an. Ich brachte Andy nach Hause und fuhr dann ebenfalls heim. Die interessanten Englandreise 2012 war somit vorbei, gelohnt hat sie sich auf jeden Fall. .

- Last update: 12. December 2016 Written:  1. August 2012 - -
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