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Kambodascha .
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Preah Kahn .

Die buddhistische Tempelanlage Preah Khan („Heiliges Schwert“) ist vermutlich das Relikt einer provisorischen Angkor-Hauptstadt. Der verhältnismässig gut erhaltene Komplex aus dem späten 12. Jahrhundert zählt zu den formenreichsten und bedeutendsten Flachtempeln des Kulturkreises.

   
 

Östlicher Zugangsweg

Östlicher Zugangsweg See um den Tempel  
   
  Naga-Schlange   Naga-Schlange Östlicher Zugangsweg  

Im Jahr 1181 gelang es den Khmer-Truppen, die Cham aus dem Angkorgebiet zurückzuschlagen. Der erfolgreiche Heerführer bestieg als Jayavarman VII. den Königsthron und begann umgehend ein ehrgeiziges Bauprogramm: Insbesondere verantwortete er den Nördlichen Baray oder Baray von Preah Khan (einen 3500 auf 900 m großen, heute trockenen Wasserspeicher), den Ahnentempel Ta Prohm (in Erinnerung an seine Mutter), den Ahnentempel Preah Khan (in Erinnerung an seinen Vater) und die neue Hauptstadt Angkor Thom mit dem Staatstempel Bayon. Bis zur Fertigstellung von Angkor Thom diente vermutlich das nordwestlich gelegene, fast angrenzende Preah Khan als provisorische Hauptstadt. Alte Quellen legen nahe, dass hier eine wichtige Schlacht stattgefunden hatte, in deren Verlauf der König der Cham (Vietnam) getötet worden war. Nur wenige Jahre später soll das Areal schon mehrere buddhistische Klöster und eine buddhistische Universität mit über 1000 Lehrern beherbergt haben; jedenfalls war Preah Khan weit mehr als ein Tempel: eine Stadt von beachtlicher Grösse.

   
Östliche Aussenmauer (aussen) See um den Tempel Gophura von innen éstliche Aussenmauer (innen) .

Die äussere Umfassungsmauer besitzt in jeder Haupthimmelsrichtung einen Torbau (Gopura) und ist von einem Wassergraben umgeben.

Der Weg von hier zum äusseren Westtor ist vergleichsweise kurz, denn der Tempel, die drei inneren Umfassungsmauern und zugleich das äussere Nord- und Südtor sind etwas westwärts verlagert.

Der Weg führt durch das Osttor hindurch in das ehemalige Stadtgebiet, heute eine weitgehend freie Fläche. Nach 200 m liegt rechts das erst kürzlich restaurierte „Haus des Feuers“, eine von 121 gleichartigen Kapellen, die Jayavarman VII. an den Hauptstraßen des Reiches bauen liess. Nach weiteren 200 m erreichen wir die nächste Umfassungsmauer, 175 auf 200 m, wiederum mit vier Torbauten. Jenseits finden sich zahlreiche erhaltene Gebäude, links und rechts des Weges z. B. die „Halle der Tänzerinnen“, nördlich davon eine bemerkenswerte, fast griechisch anmutende zweistöckige Säulenhalle: eine Nachahmung typischer Khmer-Holzbauten in Stein, wohl ein ehemaliger Reisspeicher.

   
Gophura von innen Gophura von innen Kind auf einer Liane .
   
Haupttrempel Spielende Kinder .
   
  Wächter ohne Kopf Eingang und Durchgang   .

Mitte des 13. Jahrhunderts, unter König Jayarvaman VIII., wurde der Komplex vorübergehend hinduisiert, die Buddha-Statuen und -Reliefs wurden zerstört oder umgemeisselt. Im 20. Jahrhundert begannen gründliche Restaurierungsarbeiten. Diese konnten allerdings nur die Steinbauten und -ruinen betreffen, denn nach fast einem Jahrtausend waren die Holzbauten so gut wie spurlos verschwunden.

   
  Seitlicher Teil  
   
  Fries mit Asparas Durchgang Seitlicher Teil Im innern  

Wo sich die vier langen, durch zahlreiche unterschiedlich dimensionierte Türöffnungen führenden, aber Durchsicht gewährenden Korridore treffen, befindet sich das zentrale Heiligtum, der so genannte Prasat; seit etwa dem 16. Jahrhundert beherbergt er einen kleinen Stupa.

   
  Das zentrale Heiligtum der Prasat mit einer kleinen Stupa.  

Die Anordnung der dicht an dicht stehenden, teils später entstandenen Gebäude in den vier Eckbereichen des inneren Tempelbezirks, den so genannten Viertelhöfen, ist verwirrend.

   
   
 

Details des Tempels

 

Neben den bereits erwähnten umgemeisselten Buddhastatuen und -reliefs weist Preah Khan eine Vielzahl hervorragend gearbeiteter Sandsteinarbeiten auf: Nagabalustraden und Löwen an der Anlegestelle, Riesenbalustraden vor dem Osttor (vergleiche Angkor Thom), 72 Garudareliefs ringsum an der Aussenseite der Stadtmauer (alle 50 m, je 5 m hoch, an den Ecken noch höher), Apsarafriese in der Halle der Tänzerinnen, am nördlichen Satellitentempel ein ruhender Vishnu, am Nordtor zwei grosse Dvarapala.

   
   

Nördliche Bibliothek

Nördliche Bibliothek

 
   
    Gesamtansicht „Haus des Feuers“, Überwuchernde Bäume  

Der Weg führt durch das ehemalige Stadtgebiet, heute eine weitgehend freie Fläche zum Osttor. Nach 200 m liegt rechts das erst kürzlich restaurierte „Haus des Feuers“, eine von 121 gleichartigen Kapellen, die Jayavarman VII. an den Hauptstrassen des Reiches bauen liess.

   
  Ehemalige Stadtgebiet Östliches Tor "Ghopura"    
   
  See mit Nagabalustrade Nagabalustrade   Brautpaar  
   
In Ankor Wat ist der Verkauf von Souvenirs im Tempelgelände nicht gestattet. Bei den anderen Tempeln aus, doch hier wird nicht so genau von der Polizei kontrolliert. daher wird man oftmals von den Kinderverkäufern regelrecht belagert. Der nördliche Baray hinter dem Tempel ist ein riesiger künstlicher See. .

- Last update: 22. January 2019 Written:  16. December 2019 - -
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